2. Februar - Welttag der Feuchtgebiete *** 3. März - Tag des Artenschutzes *** 14. März - Int. Tag gegen Staudämme - Int. Aktionstag für Flüsse *** 21. März - Int. Tag des Waldes *** 22. März - Weltwassertag *** 23. März - Welttag der Meterologie *** 22. April - Tag der Erde *** 25. April - Int. Tag des Baumes *** 10. Mai - Aktionstag f. Nachhaltiges (Ab-)Waschen *** 23. Mai - Weltschildkröten Tag *** 20. Mai - Europä. Tag der Meere *** 22. Mai - Int. Tag der biologischen Vielfalt *** 25. Mai - Towel Day *** 30. Mai - Int. Tag der Parks *** 5. Juni - Int. Tag der Umwelt *** 8. Juni - Weltozeantag *** 15. Juni - Global Wind Day *** 17. Juni - Int. Tag für d. Bekämpfung der Wüstenbildung u. Dürre *** 29. Juni - Int. Donautag *** zweiter Sonntag im Juni - Gartentag ( 12. Juni 2011) *** 14. September - Int. Tag der Tropenwälder *** 16. September - Tag für d. Schutz der Ozonschicht *** 17. + 18. September - Welttag der Parks *** 19. September - Int. Costal Cleanup Day *** 23. September - World Maritime Day *** 26. September - Eurpä. Tag der Agro-Biodiversity *** dritter Sonntag im Sep. - Tag des Friedhofs (19. September 2010) *** 15. Oktober - Int. Tag des Händewaschens *** 16. Oktober - Welternährungstag *** 24. Oktober - Int. Tag für Klima-Aktionen *** 19. November - Welttoilettentag *** 5. Dezember - Int. Tag des Bodens*** 11. Dezember - Int. Tag der Berge *** ... weitere globale Aktionstage...! ***

Donnerstag, 23. Juni 2011

Donnerstag, 24. Februar 2011

Twestival Berlin

Die “Freie Mediale Stiftung” organisiert das diesjährige Twestival in Berlin und sucht dafür HelferInnen – und aktuell auch noch den geeigneten Spenden-Empfänger!!

Am Donnerstag den 24. März ist es dann so weit: In möglichst vielen Locations und Betrieben in Berlin wird ein Teil des Umsatzes an eine gemeinnützige Organisation gespendet, die eine maximale Wirkung für unsere Stadt hat. (Grundlagen eines Twestivals, pdf)

Hierfür suchen wir die passenden Projektpartner. Die Organisation übernimmt unser Charity-Eventmanagement “CherryMOB” (tausend Dank dafür!). Kontakt: Patricia(at)Cherrymob.tv

Das erste offene Meeting dazu findet am 28.02.2011 ab 16:00 Uhr im www.Yorck52.de statt.


http://www.freie-mediale.org/medienstiftung/termin/twestival-berlin.html


Samstag, 12. Februar 2011

x-runner - portable toilets for the urban slums in developing countries


X-runner is a social enterprise start-up that tackles the increasing sanitation crisis in urban areas in developing countries. The aim is to improve the living, health and security of families and individuals of the bottom of the pyramid in developing countries by introducing and distributing mobile toilets to private households in urban slums. The portable x-runner toilet offers an affordable, innovative, and accessible solution to bridge the lack of sanitary facilities and sewage systems in urban slums. The mobile, water-neutral x-runner toilet has been specifically designed according to the challenges of slum environments such as water scarcity, lack of a sewage systems, restricted space and poverty.

Video: Noa Lerner "X-runner. Sanitation Social Business" @ TEDx Berlin 11/30/09

Samstag, 16. Oktober 2010

Freitag, 15. Oktober 2010

Toiletten in Japan


In Japan sind drei verschiedene Typen von Toiletten im Gebrauch.[1][2] Die älteste Form ist die Stehtoilette, die noch immer in öffentlichen Bedürfnisanstalten üblich ist. Nach dem Zweiten Weltkrieg fanden westliche Wasserklosetts und Urinale wachsende Verbreitung. In neuester Zeit hat der technische Fortschritt die Entwicklung von Dusch-WCs ermöglicht, die man Washlets nennt (japanisch ウォシュレット), ein Markenname der Toto K.K. aus Kitakyūshū. Diese Toiletten können viele technisch fortgeschrittene Funktionen erfüllen, die man außerhalb Japans nur äußerst selten antrifft. So ist in der Regel die Toilettenbrille auf Körpertemperatur beheizt (mit dem unerwünschten Nebeneffekt, dass Keime sich schnell vermehren können), Wassertemperatur und -druck der Bidetfunktion sind wählbar und der Toilettensitz ist mit einem geruchsfilternden Lüfter versehen, seltener das Becken selbst mit einer Luftabzugsvorrichtung. Diese Bidettoiletten findet man inzwischen in mehr als der Hälfte der Haushalte.[3][4][5]

Hölzernes „Toilettenpapier“ aus der Nara-Periode.
Das moderne Toilettenpapier im Hintergrund dient zum Größenvergleich

Geschichte:

Die ältesten Kanalisationssysteme in Japan stammen aus der Yayoi-Zeit (300 v. Chr.–250 n. Chr.) und wurden wahrscheinlich in Verbindung mit Toiletteneinrichtungen in größeren Siedlungen angelegt.[6][7] Für die spätere Nara-Zeit (710–784) ist die Errichtung eines Abwassersystems für die damalige Hauptstadt Japans Heijō-kyō (Nara) belegt. Aus dieser Zeit stammen auch die ersten belegten Wassertoiletten, bestehend aus einem 10 bis 15 cm breiten Bach, den man ähnlich wie die moderne Stehtoilette benutzt hat. Aus dieser Zeit ist auch hölzernes Toilettenpapier erhalten. Weiterhin wurden auch Überbauungen offener Latrinengruben ähnlich den heutigen „Plumpsklos“ als Toiletten benutzt.

Zur Selbstreinigung diente anfangs Seetang, bis in der Edo-Zeit (1603 bis 1868) das Toilettenpapier eingeführt wurde, das man damals aus dem traditionellen Washi-Papier herstellte. In Gebirgsregionen wurden auch Holzschaber und Pflanzenblätter eingesetzt.[8][9][10][11][12]

Photo: Eine heutige japanische Stehtoilette mitsamt Toilettenpantoffeln. Auf dem handgeschriebenen Schild steht „Bitte kauere dich etwas näher“


Washlet:

Die moderne Toilette in Japan nach dem Prinzip des Dusch-WC, dort bekannt als Washlet (ウォシュレット) oder „Toilettensitz mit Warmwasser-Reinigung“ (温水洗浄便座 Onsui Senjō Benza) ist der am höchsten entwickelte Toilettentyp weltweit, der mit vielfältigen Funktionen ausgestattet ist.[4][2] Das Washlet Zoe von Toto steht im Guinness-Buch der Rekorde als die Toilette mit den meisten Funktionen. Allerdings ist dieses Modell von 1997 und wurde daher vermutlich inzwischen vom neuesten Modell Neorest überrundet.[18]

In Japan begann das Zeitalter der High-Tech-Klos im Jahr 1980 mit der Einführung der Washlet G-Serie durch Toto. Die Bezeichnung wurde zum Gattungsbegriff für alle späteren japanischen Bidettoiletten. Vor der Markteinführung des Washlet G herrschte die Auffassung, dass nur wenige Menschen bereit sein würden, mehr Geld für eine Sache auszugeben, die sie auch von Hand erledigen könnten. Diese Ansicht wandelte sich, als klar wurde, dass das Konzept funktionierte – und zwar mit erstaunlich guten Resultaten. 2002 besaßen über die Hälfte der japanischen Haushalte eine solche Toilette, und damit war das Washlet verbreiteter als der Heimcomputer.

Während sich die Toilette auf den ersten Blick kaum von einer herkömmlichen Sitztoilette westlicher Art unterscheidet, birgt sie eine Vielzahl von Funktionen wie Warmluftgebläse, Sitzheizung, Massagefunktion, einstellbare Wasserstrahlen, automatischen Deckelöffner, automatische Spülung, Funkbedienelemente, Heizung und Klimaanlage etc., die entweder in die Toilette oder in die Klobrille integriert sind. Die Bedienung erfolgt mittels einer separaten Steuerung, die seitlich an der Toilette oder an der Wand befestigt ist und oft per Funk mit der Toilette kommuniziert.

Zur Grundausstattung zählt die Bidetfunktion, eine Düse von der Größe eines Bleistifts, die unter dem Toilettensitz hervortritt und Wasser verspritzt. Sie hat zwei Einstellungen, eine für anale Reinigung (so genannte „Hinterreinigung“, „Allgemeinnutzung“ oder „Familienreinigung“) und eine weitere für die Intimhygiene der Frau („weibliche Wäsche“).[1][3] Die Düse berührt den Körper des Benutzers nicht und verfügt über eine Selbstreinigungsfunktion, die vor und nach jeder Benutzung aktiviert wird. Die Reinigungsfunktion selbst wird durch einen Knopf am Bedienelement ausgelöst, wobei beide möglichen Vorgänge durch die gleiche Düse erfolgen. Die Strahlausrichtung wird durch Änderung der Ausrichtung des Düsenkopfes und Lenkung des Strahls durch eine andere Öffnung der Düse herbeigeführt, um die richtige Stelle zu treffen. Gelegentlich sind auch zwei Düsen vorhanden.

Die Automatik ist mit einem Kontaktschalter an der Klobrille verbunden, so dass der Spritzmechanismus nur ausgelöst werden kann, wenn Druck auf den Sitz ausgeübt wird, also jemand darauf sitzt.

Die meisten High-Tech-Toiletten verfügen über die Möglichkeit, den Wasserdruck des Reinigungsstrahls nach individuellem Wunsch zu regeln. Standardmäßig erfolgt die anale Reinigung mit höherem Druck als die Intimreinigung. Die Wassertemperatur lässt sich meist ebenfalls regulieren. Japanische Forscher haben herausgefunden, dass die bevorzugte Strahltemperatur knapp über der Körpertemperatur liegt – etwa bei 38 °C. Die Düsenposition lässt sich ebenfalls manuell ändern. Spitzenmodelle bieten sogar vibrierende und pulsierende Wasserstrahlen, die nach Angaben der Hersteller gegen Verstopfung und Hämorrhoiden wirksam sein sollen.[10] Die neuesten Typen können sogar Seife in den Wasserstrahl mischen, um bessere Reinigungsergebnisse zu erreichen.

Eine andere weitverbreitete Funktion ist das Warmluftgebläse, meist zwischen 40 und 60 °C variierbar, um die mit dem Wasserstrahl gereinigten Körperregionen zu trocknen.[17] Darüber hinaus gibt es oft Raumdeodorierer, keimzerstörende Oberflächen und sensorgestützte Deckelöffnungsautomatiken, die den Toilettendeckel selbsttätig öffnen und/oder wieder schließen (soft close).[4]

Das Washlet kann das Toilettenpapier vollständig ersetzen. Dennoch tendieren viele Benutzer dazu, die Hygiene mit der mechanischen oder trocknenden Wirkung von Papier zu ergänzen. Dies hängt auch von der zu reinigenden Körperstelle ab. Papier wird auch manchmal vor der Wasserreinigung eingesetzt.

Die Klobrillenheizung ist ebenfalls eine Grundfunktion und wird auch separat angeboten, als Toilettensitz ohne integriertes Bidet. Im Unterschied zu westlichen Haushalten ist die Zentralheizung in Japan nicht sehr verbreitet, und die Wärmedämmung schwach, so dass der separate Toilettenraum gerade im Winter sehr kalt werden kann.[4][17]

Modelle für alte Menschen sind mit Armlehnen ausgerüstet und helfen dem Benutzer, sich nach dem Vorgang wieder zu erheben. Die jüngste Neuerung ist ein Ozon-Deodorierer, der entstehende Gerüche schnell beseitigt. Aktuelle Modelle verfügen über einen Speicher, der die Benutzungszeiten festhält, Energiesparfunktionen der Klobrillenheizung, oder Klimaanlagen für heiße Sommertage. Einige Modelle leuchten im Dunkeln.

Matsushita plante medizinische Sensoren einzuführen, die anhand des Urins erhöhte Blutzuckerwerte feststellen können sowie Puls, Blutdruck und Körperfettanteil anzeigen. Die gewonnenen Daten sollen dann mittels eines internetfähigen Mobiltelefons an den Hausarzt gesendet werden.[4][33] Diese Einrichtungen sind aber selbst in Japan noch sehr selten, und ihr Erfolg am Markt lässt sich gegenwärtig schwer einschätzen. Eine Toilette mit Sprachsteuerung ist in der Entwicklung.[4] Toto, Inax, NAIS und andere Hersteller bieten auch tragbare, batteriebetriebene Washlets an, die vor der Benutzung mit warmem Wasser gefüllt werden müssen.


Die "Geräuschprinzessin"

Vielen japanischen Frauen ist der Gedanke unangenehm, jemand könnte Geräusche bei der Toilettenbenutzung von ihnen hören.[34] Um die Geräusche ihrer Körperfunktionen zu überdecken, war es deshalb bei vielen Frauen verbreitet, währenddessen kontinuierlich die Klospülung zu betätigen. Dadurch wurden große Mengen Wasser verschwendet.[34] Da Aufklärungskampagnen keine Wirkung zeigten, wurde in den 1980ern ein Gerät eingeführt, das das Geräusch der Wasserspülung nachahmte und so das tatsächliche Spülen überflüssig machte.[3] Ein bekannter Markenname ist Otohime (音姫), was wörtlich „Geräuschprinzessin“ heißt, nach der gleichnamigen japanischen Göttin (der Name der Göttin wird eigentlich mit den Kanji 乙姫 geschrieben), der schönen Tochter des Meereskönigs Ryūjin. Dieser Apparat wird mittlerweile standardmäßig in die meisten Neubauten öffentlicher Toiletten installiert, und viele ältere Anlagen wurden nachgerüstet, sodass es das Gerät heute auf fast allen öffentlichen Toiletten Japans gibt. Die Otohime gibt es als separate Wandgeräte oder als integrierte Washlet-Funktion.

Die Aktivierung erfolgt per Knopfdruck oder Handwinken vor einem Sensor. Daraufhin erzeugt das Gerät ein lautes, rauschendes Geräusch ähnlich dem einer Toilettenspülung. Die Wiedergabe wird entweder durch abermaligen Knopfdruck oder den Ablauf einer vorgegebenen Zeit beendet. Es wird geschätzt, dass so etwa 20 Liter Wasser pro Vorgang gespart werden.

Dennoch glauben manche Frauen, dass sich das Otohime zu künstlich anhört, und bevorzugen weiterhin das kontinuierliche Spülen. Für Herrentoiletten existiert bisher kaum Nachfrage nach „Geräuschprinzessinnen“, daher sind sie hier fast nie anzutreffen.[35]


Toilettenpantoffeln:

Japaner neigen dazu, ihr Leben in „reine“ und „unreine“ Bereiche einzuteilen, die Berührungspunkte dieser Bereiche werden so gering wie möglich gehalten. Zum Beispiel wird das Innere der Wohnung als „rein“ betrachtet, während es draußen „unrein“ ist. Um die Unterteilung aufrecht zu erhalten, werden beim Betreten einer Wohnung die Schuhe ausgezogen, so dass die „unreinen“ Schuhe nicht den „reinen“ Bereich berühren.

Historisch befanden sich Toiletten außerhalb des Hauses, und beim Gang zur Toilette wurden Schuhe getragen. Heute ist sie innerhalb der Wohnung, und die hygienische Situation hat sich bedeutend verbessert. Dennoch wird die Toilette weiterhin als „unreiner“ Bereich betrachtet. Um den Kontakt zwischen dem „unreinen“ Boden in der Toilette und dem „reinen“ Boden im Rest des Hauses zu minimieren, stehen in vielen Haushalten und manchen öffentlichen Toiletten Pantoffeln vor dem Eingang, die vor dem Betreten angezogen und nach dem Verlassen sofort wieder abgelegt werden. Gleichzeitig wird so angezeigt, ob die Toilette gerade besetzt ist.[36]

Die Ausführung der Pantoffeln reicht von einfachen Gummilatschen über Manga-bedruckte Kinderschlappen bis hin zu teuren Pelzpantoffeln. Ein häufiger Fauxpas, den Ausländer begehen, besteht darin, die Toilettenpantoffeln nicht sofort wieder auszuziehen, sondern mit ihnen durch die Wohnung zu laufen. Andererseits ignorieren selbst einige Japaner die Toilettenpantoffeln.[37][38][39]

Im Jahr 2003 begann ein Versandunternehmen, Pantoffeln am Markt anzubieten, in die man von beiden Seiten „eintreten“ kann. Damit ist es möglich, beim Verlassen der zum Teil extrem engen Toiletten die Pantoffeln ohne größere Akrobatik so stehen zu lassen, dass der nächste Besucher sie beim Betreten der Toilette in der richtigen Position vorfindet. Diese Pantoffeln waren ursprünglich lediglich ein Scherzprodukt aus der Chindōgu-Bewegung. Durch ihren tatsächlichen Einsatz zu praktischen Zwecken verloren sie sofort den Chindōgu-Status.


Sanitärindustrie:

Toto ist der größte Hersteller von Toiletten mit Bidetfunktion und Washlets weltweit.[42] Marktkonkurrenten sind Inax, NAIS und Panasonic.

Der Weltmarkt für High-Tech-Toiletten lag 1997 bei etwa 800 Millionen US-Dollar. Davon deckt Toto etwa die Hälfte ab, gefolgt von Inax mit 25 %.[5][17] Japan ist weiterhin der bedeutendste Einzelmarkt für Washlets – Überseekunden machen nur 5 % des Umsatzvolumens aus.[5] Der wichtigste außerjapanische Markt ist China, wo immerhin über eine Million Washlets pro Jahr verkauft werden. Dagegen wurden in den USA 2003 nur etwa 1.000 Stück pro Monat abgesetzt, was dennoch einer Steigerung von etwa 70 % gegenüber 2001 entspricht. Europa wird durch das in der Schweiz ansässige Unternehmen Geberit dominiert, Toto verkauft nur ca. 5000 Washlets pro Jahr.[5]

Von den meisten Europäern werden die japanischen Washlets eher als Kuriosität angesehen. Doch auch hier steigt das Interesse. Das liegt hauptsächlich an dem besonderen Nutzen für körperlich beeinträchtigte Menschen. Die Selbstreinigung mit Hilfe des Wasserstrahls und des Warmluftgebläses kann auch von solchen Personen vorgenommen werden, die bei der herkömmlichen Art Schwierigkeiten haben. Auf diese Weise entfällt die Notwendigkeit, diese Aufgabe von jemand anderem erledigen zu lassen, was vielen Betroffenen peinlich oder unangenehm ist.

Für die niedrigen Verkaufszahlen außerhalb Japans existieren eine Reihe von Gründen. Einer davon ist, dass die Verbraucher einige Zeit benötigen, um sich an die dem Washlet zugrundeliegende Idee zu gewöhnen. Auch in Japan waren die Verkäufe nach 1980 eher schleppend. 1990 hatten sich erst 10 % der Japaner eines angeschafft, aber 2002 waren es bereits mehr als die Hälfte.[5] Aus diesem Grund wird eine ähnliche Steigerung der Auslandsverkäufe in den nächsten Jahren erwartet.

Ein weiterer Grund liegt darin, dass in der Nähe der Toilette oftmals keine Stromversorgung vorhanden ist. Während praktisch alle japanischen Haushalte eine Steckdose hinter der Toilette besitzen, fehlt eine solche in vielen ausländischen Badezimmern.[5] Ein Nachrüsten der Stromversorgung für die Installation eines Dusch-WC ist jedoch kein Problem.

Schließlich konkurriert das Washlet zumindest in Europa mit dem französischen Bidet. Nordamerikanern ist die Vorstellung eines Bidets überhaupt fremd.

Die Schweiz verfügte über zwei Produzenten von Dusch-WC, deren Geschichte älter ist als die der sanitären Revolution in Japan: Die Firma closomat stellte seit 1957 Toiletten mit eingebauter Dusche her und hatte nach eigenen Angaben bis zur Insolvenz der Gesellschaft am 30. August 2007 etwa 100.000 Stück verkauft. Diese Modelle finden sich in erster Linie in Krankenhäusern, Privathaushalten und wenigen Spitzenrestaurants. Sie verfügen über ähnliche Funktionen wie ihre japanischen Verwandten. closomat war in der Schweiz recht bekannt, in Neubauten werden daher in der Nähe der Toilette oft Steckdosen eingeplant. Als heutiger europäischer Marktführer bei Dusch-WC brachte die Firma Geberit 1978 zwei Ausführungen auf den Markt: ein Aufsatzgerät und die Komplettanlage Geberit-O-Mat. Die Dusch-WCs der Marke Balena (seit 2009 AquaClean) werden durch den Geberit-Konzern in vielen Ländern beworben und vertrieben. Es ist mittlerweile das meist gekaufte Dusch-WC Europas. Seit 2009 ist unter dem Namen Geberit AquaClean eine neue Toilettengeneration auf dem Markt, welche die Balena-Serie ablöst. Diese Geräte erfüllen nicht nur den gehobenen Qualitätsstandard, sondern sind in Deutschland als medizinische Hilfsmittel anerkannt und von allen Kranken- und Pflegekassen zugelassen.


Literatur:

Links:

Quellen:

  1. a b c d e f g Japanese toilets. Japan-Guide.com. Abgerufen am 30. Oktober 2006.
  2. a b c d High-Tech Toilets. In: Web Japan. . Abgerufen am 5. November 2006.
  3. a b c d e f Brooke, James. Japanese Masters Get Closer to the Toilet Nirvana , The New York Times, October 8 2002. Abgerufen am 5. November 2006.
  4. a b c d e f Reuters, Tokyo. US, Europe unready for super-toilets, but Japan is patient , Taipei Times, September 28 2003. Abgerufen am 8. November 2006.
  5. Sewer History: Photos and Graphics: Japan. Abgerufen am 30. Oktober 2006.
  6. Making Great Breakthroughs: All about the Sewage Works in Japan S. 47. Japan Sewage Works Association (ca. 2002). Abgerufen am 30. Oktober 2006.
  7. a b Akira Matsui, Masaaki Kanehara, Masako Kanehara: Palaeoparasitology in Japan - Discovery of toilet features. (pdf) In: Memórias do Instituto Oswaldo Cruz (Hrsg.): Memórias do Instituto Oswaldo Cruz. 98, Nr. 1, Rio de Janeiro, 2003, S. 127–136. ISSN 0074-0276. doi:10.1590/S0074-02762003000900019. Abgerufen am 5. November 2006.
  8. Invitation: The Heijo Palace Site Museum (PDF) S. 16. Abgerufen am 30. Oktober 2006.
  9. a b c Magnier, Mark. Japan Is Flush With Obsession. Los Angeles Times. Abgerufen am 30. Oktober 2006.
  10. What is "washi" and why is it used in Japanese toilet paper?. Toilet Paper World. Abgerufen am 30. Oktober 2006.
  11. Pietzcker, Eva (2004). Japanese Papermaking - Kami-suki. Druckstelle Berlin. Abgerufen am 30. Oktober 2006.
  12. The History of Toilets in Japan. Web Japan. Abgerufen am 30. Oktober 2006.
  13. Masao Ukita and Hiroshi Nakanishi (1999). Pollutant Load Analysis for the Environmental Management of Enclosed Sea in Japan (PDF) S. 122. Abgerufen am 30. Oktober 2006.
  14. Junko Edahiro, Hiroyuki Tada: Japans sustainable society in the Edo period (1603–1867). March 31, 2003. Abgerufen am 7. November 2006.
  15. Tracking Down the Roots Chronology: Japan. Abgerufen am 30. Oktober 2006.
  16. a b c d e Mary Jordan, Kevin Sullivan. But Do They Flush? Japan's High-Tech Toilets Do Nearly Everything, Even Redden Faces , The Washington Post, May 15 1997. Abgerufen am 7. November 2006.
  17. a b Alan Bellows. Modern Movements in Toilet Technology , Damn Interesting, January 2 2006. Abgerufen am 8. November 2006.
  18. Takashi Ichikawa: Sanseidō New Modern Dictionary (Japanisch: 三省堂現代新国語辞典, sanseidōgendaishinkokugojiten). Tokyo, Japan: Sanseido Co., Ltd. 1998, ISBN ISBN 4-385-14034-0
  19. : The Japanese Toilet. In: The Japanese Page. Mai 2001. Abgerufen am 7. November 2006.
  20. Japan Toilet association (Japanese). Abgerufen am 7. November 2007.
  21. Lim Tai Wei. A Study of Japanese Toilets. Abgerufen am 30. Oktober 2006.
  22. Living in Japan - Toilet. Japanguide.com. Abgerufen am 8. November 2006.
  23. Curtis Hoffmann: More on Living in Japan. 1992. Abgerufen am 7. November 2006.
  24. A Brief Guide to Daily Life in Japan. Abgerufen am 30. Oktober 2006.
  25. Health Benefits of the Natural Squatting Position. In: Nature's Platform. . Abgerufen am 5. November 2006.
  26. a b Lim Tai Wei: A Study of Japanese Toilets. 2002. Abgerufen am 7. November 2006.
  27. Jacobs EJ, White E: Constipation, laxative use, and colon cancer among middle-aged adults. In: Epidemiology. 9, Nr. 4, Juli 1998, S. 385–91. PMID 9647901.
  28. Christine Dimmer, Brian Martin, Noeline Reeves and Frances Sullivan: Squatting for the Prevention of Hemorrhoids?. (http) In: Townsend Letter for Doctors & Patients. Nr. 159, Oktober 1996, S. 66–70. ISSN 1059-5864. Abgerufen am 5. November 2006.
  29. Saeed Rad, M.D.. Impact of Ethnic Habits on Defecographic Measurements. Archives of Iranian Medicine. Abgerufen am 30. Oktober 2006.
  30. [´1995] "You call this a toilet?!" And Other Oddities of Japanese Housing. In: Iwate Pre-Departure Handbook (Zugriff am 8. November 2006)
  31. スワレット (Swaret) (Japanese). Online catalog. TOTO. Abgerufen am 3. Dezember 2006.
  32. Fitzpatrick, M.. Japanese offer the world hi-tech toilet training. (English) , Daily Telegraph, May 14 1998, Seiten 8–9.
  33. a b Sapa. Sound Princess eliminates toilet noises (http), IOL, October 4 2004. Abgerufen am 5. November 2006.
  34. Perfecting the Washlet. Web Japan. Abgerufen am 30. Oktober 2006.
  35. M. Ojima, Y. Toshima, E. Koya, K. Ara, S. Kawai, N. Ueda: Bacterial contamination of Japanese households and related concern about sanitation. In: International Journal of Environmental Health Research. 12, Nr. 1, March 1, 2002, S. 41–52. doi:10.1080/09603120120110040.
  36. Japanese customs for foreigners - part 1: toilet slippers , Genki Japanese and Culture School. Abgerufen am 13. November 2006.
  37. Doug Jardine (September 5 2006). What's with toilet slippers?. Abgerufen am 13. November 2006.
  38. Anne R. LaVin. Origami Tanteidan Convention - The Gaijin Guide: Weather & Clothing. Abgerufen am 13. November 2006.
  39. Mark Magnier: Japan Is Flush With Obsession. In: Los Angeles Times. 3. Dezember 1999, S. 2, abgerufen am 18. Juli 2010 (Englisch).
  40. Gregg Mann. Tokyo Apartments. Abgerufen am 13. November 2006.
  41. Telegraph, [1]
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Toilettenspülung


Eine Toilettenspülung ist die Vorrichtung, die bei Wasserklosetts dafür sorgt, dass die Schüssel zu gewünschter Zeit mit Wasser durchspült wird, was die Exkremente und das Toilettenpapier in die Kanalisation oder in Sickergruben befördert.

Der Engländer John Harington baute bereits im Jahr 1596 eine Wasserspülung im Auftrag von Queen Elizabeth I. Beachtung fand allerdings erst 1775 Alexander Cumming, der als Erfinder des modernen WCs gilt.




Heute ist "blog actionday 4 water" - ein Internationaler Aktionstag von Weblogs zum Thema WASSER: http://blogactionday.change.org/

Die wohl wichtigste Information des Tages ist - nicht nur für Berliner - das Volks- & Bürgerbegehren vom "Berliner Wassertisch". Nur noch bis zum 27. Oktober können Unterschriften gesammelt und abgegeben werden. Daher braucht der Wassertisch jede erdenkliche Hilfe. Berliner, die noch nicht unterschrieben haben, sollten dies schleunigst nachholen - und alle anderen können die Information z.B. im Internet verbreiten - oder Berliner Kontakte direkt ansprechen.

2010 ist auch für die "Freie Mediale Stiftung" das Jahresthema WASSER.

Die Stiftungsgründung arbeitet seither an einer Medienrecherche zum Thema WASSER und der Finanzierung für ein open source Informationsmanagement, das u.a. im pdf-Magazin "WASSERBOTE" publiziert wird.

Aktuell werden noch Spenden für die Websites und kommenden Ausgaben benötigt.






Aktuelle Medien-Links zum Thema Wasser:



Global action days 4 water:

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Dienstag, 12. Oktober 2010

Werbeprospekte verbrauchen in D. 4,62 Milliarden Liter Wasser und 2,7 Millionen gefällte Bäume PRO JAHR:

http://www.kaufda.de/umwelt/wp-content/uploads/2009/02/28012009-175526.jpg

Bei kaufDA kann daher kostenfrei und portofrei ein Aufkleber für den eigenen Briefkasten bestellt werden:

BITTE KEINE WERBUNG !!!

http://static05.kaufda.de/images/bitte-keine-werbung-umwelt-aufkleber.png

Gleichzeitig bietet die Website Betreibern von Weblogs an, jeweils einen Baum zu pflanzen, wenn diese den Button "MEIN BLOG IST CO²neutral" - und in einem Artikel entsprechend berichtet wird:

"Wir pflanzen für Deinen Blog einen Baum
und machen ihn CO2-neutral - kostenlos!"


http://www.kaufda.de/umwelt/wp-content/uploads/2009/06/mein-blog-ist-co2-neutral.png

Ob ein Blog durch das Pflanzen eines Baumes CO²neutral ist, bleibt fraglich. Schliesslich wird der Baum erst gepflanzt - und bis dies wirklich wirkt hat die Website schon einiges an Strom verbraucht. So ist der Verbrauch eines Blogs natürlich stark abhängig vom Traffic und auch der Art und Weise des Stroms.

Auch der Frage, wo die Bäume gepflanzt werden und ob diese bei voller Entfaltung dann doch wieder abgeholzt werden, wollen wir noch genauer nachgehen.